Modul 11
Aufspüren der persönlichen CO2-Emission und Beurteilung der Rolle des Waldes

 

Zielgruppe

Sek II

Geeignete Jahreszeit

Mai bis Oktober

Ablauf

SchülerInnen ermitteln ihren individuellen CO2-Ausstoß pro Jahr, schauen sich vor Ort das Ausmaß der Waldfläche an, die nötig ist, um diese Emission zu binden und entwickeln Ideen zur persönlichen Minderung der Klimaerwärmung.

Zeitbedarf

1 ½ Stunden

Jugendliche mit Smartphone

 

Rauchender Schornstein eines Hauses

 

 

Kronendach Laubbäume
Lernziele

SchülerInnen haben sich mit ihrem Lebensstil auseinandergesetzt und sind sich ihres persönlichen Beitrages zur Klimaerwärmung bewusst geworden - qualitativ wie quantitativ. Sie haben praktisch ermittelt und sich vergegenwärtigt wie viel Wald zur Kompensierung ihrer individuellen CO2-Emission erforderlich ist und begriffen, dass zur Minderung der Klimaerwärmung Aufforstung allein nicht ausreicht, sondern die Mithilfe jedes/r einzelnen erforderlich und auch realisierbar ist.

Methoden

Berechnung, Visualisierung, Reflexion über Möglichkeit der persönlichen Einflussnahme, Präsentation, Diskussion

Voraussetzungen für die Durchführung dieses Moduls

→ Wald von mindestens 15 ha Größe in erreichbarer Nähe, möglichst mit Sitzmöglichkeit in Klassenstärke (liegende Baumstämme, Unterstand etc.)

Vorbereitung

Längerfristig
Nicht zwingend nötig

Durchführung

 

Material pro Gruppe
→ 4 Bambusstäbe
→ Maßband
→ Schreibunterlage
→ Stift
→ Arbeitsbogen
→ Sach-Info
→ Tabellenbogen "CO2-Emission"
→ Markierstift
→ 10 Moderationskarten oder Pappen
→ Rechner/ Smart-Phone/ Handy

Material für die Lehrkraft
→ Schnur (ca. 20 m)
→ Wäscheklammern (ca. 50 Stück)

Gruppeneinteilung
→ Gruppen à 4 SchülerInnen

Die Gruppen erhalten ihre Materialien und ermitteln mit Hilfe des Tabellenbogens ihre CO2-Emission pro Kopf (20 Minuten).
Sie lesen die Sach-Info durch, berechnen, wie groß ein Waldstück näherungsweise sein müsste, um ihre persönliche CO2-Emission zu kompensieren. Die Gruppen suchen jeweils verschiedene Bereiche des Waldes auf, messen die Größe der "Kompensationsfläche" pro Kopf ab und vergegenwärtigen sich die Ausdehnung dieses Areals. Sie diskutieren ihr Ergebnis wie im Arbeitsbogen beschrieben und reflektieren über die Tauglichkeit von Wäldern als CO2-Senken. Die Arbeitsergebnisse werden im Bogen notiert. Im nächsten Schritt sammeln sie Ideen, persönlich zur Minderung des CO2-Ausstoßes beizutragen und dokumentieren die Resultate stichpunktartig auf Moderationskarten. Die Lehrkraft verbindet unterdessen mehrere Bäume per Schnur als improvisierte "Wald-Pinwand", an die die Karten geklammert werden (45 Minuten).
Die Gruppen präsentieren ihre Ergebnisse, strukturieren und diskutieren sie (25 Minuten).